Wozu ist eigentlich so ein Newsletter gut - und wie wird's am besten gemacht?

Überlegst du schon seit Längerem einen Newsletter an deine geschäftlichen Kontakte zu senden? Oder verschickst du sogar bereits - regelmäßig oder sporadisch - Ankündigungen und Infos per Mail? Oder siehst du gar keinen Nutzen für dein Unternehmen durch den Versand eines Newsletters?

NewsletterFür jedes Unternehmen ist ein guter Kontakt zu Kunden und potentiell Interessierten existenziell wichtig. Fast 90% nützen daher auch E-Mail zur Kundenbindung. Es ist kostengünstig, schnell und flexibel. Nicht alle machen dies aber sinnvoll und kundenorientiert.

Nochmal zur Erinnerung: Newsletterversand ist nur an Kunden oder nach expliziter Einwilligung erlaubt (diese Zustimmung muss vom Absender nachgewiesen werden können) und ein sogenanntes "Opt-out", also die Streichung von der Verteilerliste, muss mit einem Klick in jedem Mail möglich sein. Eindeutig muss auch immer erkennbar sein von wem das Mail kommt und wie man diese Person kontaktieren kann. 

Trotzdem erhält man täglich (auch ungefragt) lieblos gestaltete Infomails mit fehlerhaften Texten, von Leuten, die man höchstens einmal getroffen hat oder womöglich nur virtuell "kennt". Mails ohne Impressum oder ohne die Möglichkeit vom Versand mit einem Klick befreit zu werden. Dass letzteres auch noch dem aktuell geltenden Recht widerspricht scheint den Absendern offenbar egal zu sein. Und nur weil man über ein soziales Netzwerk verbunden ist, heißt noch nicht, dass man diese Leute auch mit Infos per Mail "zwangsbeglücken" darf.

Im Grunde macht es sowieso wenig Sinn an jemanden Infos zu senden der/die sich gar nicht dafür interessiert. Lieber nur 50 Empfänger im Verteiler, die alle das Mail lesen, als 500 Empfänger, die es zu 90% ungelesen löschen ... und womöglich auch noch genervt sind.

Denke immer daran, dass ein Newsletter in erster Linien der Präsenz dient, den Kontakt aufrecht hält, dein Unternehmen immer wieder in Erinnerung bringt und so bei Bedarf weiterempfohlen wird. Wie das aussieht und was du schreibst unterstreicht deine Reputation - oder auch nicht ... Nütze also professionelle Tools für den Versand. Diese helfen auch noch zielgruppengerechter arbeiten zu können und sorgen dafür, dass deine Mails ankommen und nicht im Spamfilter hängen bleiben.

Wichtige Aspekte, die man dabei nicht vernachlässigen sollte:

  • einheitliches Erscheinungsbild für hohen Wiedererkennungswert (Logo, Name, Portrait)
  • Regelmäßigkeit - ein Versand nur alle 3-4 Monate erscheint eher willkürlich (besser wäre alle 6-8 Wochen, es kann aber auch öfter sein, wenn die Inhalte entsprechend aktuell sind)
  • Relevanz - Themen sollten in einem nachvollziehbaren Kontext zum eigenen Unternehmen stehen und einen Nutzen für die Empfänger haben
  • eine prägnante Betreffzeile entscheidet über die Öffnungsrate
  • laufende Analyse des Versands (wie viele Empfänger haben das Mail geöffnet, welche Links wurden angeklickt) - ein normales Mailprogramm ist heutzutage nicht adäquat für Business-Newsletterversand
  • automatische An/Abmeldung und Bouncemanagement (kann sonst recht mühsam werden, wenn jede Abmeldung und jede fehlerhafte Mailadresse händisch bearbeitet werden muss)
  • vergiss nicht den "call to action", indem du deutlich machst was du erwartest (weiterleiten, anmelden, anklicken, anrufen, mitmachen, usw.)
  • funktionierende Verlinkungen (zu sozialen Profilen, für zusätzliche Infos im Web, Hinweise auf eigene Webseiten, usw.)

Schreibe nur, wenn du auch was zu sagen hast. Belanglosigkeiten landen ganz schnell im virtuellen Mülleimer und hinterlassen unzufriedene Kunden. Am besten du sammelst laufend Stoff und planst die Inhalte voraus, so gerätst du nicht in Textnot. Weil das Online-Lesen anstrengend ist, sind ellenlange Bandwurmsätze zu vermeiden. Schreibe kurz und knapp, mit übersichtlichen Absätzen.

jetzt detaillierte Newslettertipps anfordernVermeide Anlagen und schreibe den Inhalt besser direkt ins Mail. Die meisten Leute öffnen Anlagen nicht (ausgenommen es handelt sich um weiterführende Details, die für die Mail zu lang wären). Wenn man es schon geschafft hat, dass der Newsletter geöffnet wurde, sollte man keine weitere Hürden einbauen. Dies gilt generell: Mach es deinen Leser*innen so einfach wie möglich. Wenn man etwas auch mit einem Klick erreichen könnte, sollten dafür nicht 3 Klicks nötig sein.

Binde den Newsletter in deine Marketingstrategie ein und plane mind. 2-3 Monate voraus. Lade rechtzeitig zu deinen Events ein, bereite Aktionen vor, indem du vorab passende Informationen versendest. Aber berücksichtige ggf. auch Jahreszeiten und aktuelle Anlässe. Biete Anreize, um sich für den Newsletter zu registrieren, indem du auf diesem Weg z.B. exklusive Angebote promotest oder Vorab-Infos anbietest. (Für eine umfassende Planung deiner Strategie empfehle ich meine Marketing-Werkstatt.)

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