Abheben kannst du nur mit Leichtigkeit im Herzen und Freiheit im Denken

Wie du Ängste und Zweifel in deinem Business überwindest und Selbstvertrauen aufbaust

Gehörst du zu den Gründern (oder Solo-Unternehmern), die vor Selbstvertrauen nur so strotzen? Immer von der eigenen Kompetenz und vom Wert des Angebots überzeugt.

Ich muss zugeben, dass ich schon öfter Phasen der Selbstzerfleischung erlebt habe. Sinnkrisen, die mich dann total blockiert haben. Vergebliche Bemühungen, deren Misserfolge mich frustriert und demotiviert haben. Die mich mutlos und ängstlich gemacht haben. Aber das hält mich nur kurzfristig auf. Jedes Mal ziehe ich daraus meine Lehren und werde besser. Als Mensch und als Unternehmerin.

Bist du besser darin dir Erfolgsszenarien auszumalen, oder beherrschst du eher das Zeichnen deines „worst case“?

Unnötig zu sagen, dass die optimistischen Erfolgsmaler eher erfolgreich sind, als die angstvollen Skeptiker und Zweifler. Aber wie machen sie das? Die Durchstarter und Business-Raketen. Haben sie das in den Genen, oder schon von Kindesbeinen an gelernt?

Mag sein, dass es hier leichtere Wege gibt, indem man in einem Unternehmer-Elternhaus aufwächst und schon früh realistische Vorstellungen davon bekommt. Aber das ist bestimmt nicht für die Mehrheit der erfolgreichen Gründer der Fall.

Erfolg beginnt in deinem Kopf!

Ich habe schon öfter erlebt, dass sich Gründer in meiner Beratung schwer tun, sich selbst als zukünftige erfolgreiche Unternehmer zu sehen. Also schon bevor sie es wirklich sind. Einfach, weil sie keine klare Vorstellung haben, wie sich Erfolg für sie ganz praktisch anfühlen würde - oder sollte. Sie sind im Kopf blockiert. Sie sind emotional blockiert.

Aber oft scheitert es auch, weil sie sich ihrer Qualifikation nicht ganz sicher sind, oder ganz generell daran zweifeln, dass ihnen wirklich jemand Geld dafür bezahlen wird, was sie selbst gar nicht so richtig als Arbeit empfinden, weil es ihnen doch so leichtfällt.

Dabei wird oft vergessen, dass es genau diese Leichtigkeit ist, für die andere ihr Geld investieren. Weil schwer fällt es ihnen ja selbst. Dafür brauchen sie dich nicht ;)

Jedenfalls gibt es eine ganze Menge an Ängsten, mit denen da gekämpft wird:

  • Dass man selbst nicht gut genug ist.
  • Dass die Konkurrenz viel besser und erfahrener ist.
  • Dass man bei Kunden nicht gut ankommt, sich nicht überzeugend verkaufen kann.
  • Dass man zu teuer ist.
  • Dass man zu wenig anbietet.
  • Dass einen die Kunden nicht (mehr) liebhaben, man den Erwartungen nicht gerecht wird.

Und so fort.

Das spielt sich alles aber natürlich nur im Kopfkino ab. Das sind die Szenarien, die du dir ausmalst, ohne überhaupt in der konkreten Situation zu sein, ohne die Schwarzmalerei irgendwie verifizieren zu können.

Abheben kannst du nur mit Leichtigkeit im Herzen und Freiheit im Denken

Ob du gut genug bist, kannst du erst wissen, wenn du es probiert hast. Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten mehr als qualifiziert sind für das was sie tun. Schon wenn du dich für ein Thema eine Zeitlang mehr interessiert hast als die meisten anderen Leute, bist du in diesem Bereich höher qualifiziert als der Rest. Und kannst ihnen daher mit deinem Know How weiterhelfen.

Die lieben Mitbewerber und die Angst vor ihnen.

Ohje. Eine hartnäckige Pest diese Befürchtung, die anderen könnten besser sein. Da stellt sich die Frage: Besser für wen? Haben alle genau dieselbe Zielgruppe? Vermutlich nicht... Nein, bestimmt nicht! Und gerade für Solo-Unternehmen ist es doch ganz einfach. Denn niemand macht es genauso wie du! Jeder Masseur, Friseur, Arzt, Berater, usw. hat seine ganz eigene Art und Weise. Und die kommt an, oder auch nicht. Und so findet jeder auch die Kunden, denen gefällt wie genau DU es machst.

Gehe auf deine Mitbewerber mit Leichtigkeit und offen zu. Ihr könnt euch gegenseitig Inspiration, Lehrer und Helfer sein. Natürlich wirst du keine sensiblen Betriebsgeheimnisse weitergeben, aber ein kollegialer Austausch ist in jedem Fall eine Bereicherung. Gib mit freudigem Herzen, erwarte keine Gegenleistung und du wirst in deine Fülle kommen.

Ich kann nicht verkaufen!

Eine weit verbreitet Meinung. Na gut, das ist für viele nicht die einfachste Aufgabe, aber wenn du von dir/deinem Produkt nicht überzeugt bist, und zwar so sehr, dass du es mit Begeisterung anpreisen kannst, dann läuft was schief.

Bist du davon überzeugt, dass du das Leben deiner Kunden besser, schöner, einfacher machen kannst? Warum willst du ihnen dann nicht helfen? Warum willst du ihnen nicht die Gelegenheit geben durch dich zu profitieren. Wenn es passt werden sie dir dankbar sein. Wenn es gerade nicht passt – macht ja auch nichts. Weiter zum Nächsten. Rein statistisch gesprochen bringt dich jedes Nein unweigerlich näher zum nächsten JA.

Mach ein Spiel daraus: Okay, wieder eine Absage. Juhu ;) Damit steigt die Chance beim nächsten Mal den erhofften Auftrag zu bekommen. Schnell zum Nächsten, dann bin ich bald dort.

Darlingitis.

Auch nicht ideal, wenn man selbständig ist. Es immer allen recht machen zu wollen, weil du es nicht aushältst, wenn dich jemand nicht (mehr) mag. Ganz schlechtes Konzept. Und total unnötig. Du darfst auch Ecken und Kanten haben. Du solltest dir nicht von jedem auf der Nase herumtanzen lassen. Kundenservice schön und gut. Ausnützen lassen: besser nicht. Du bist nicht mit deinen Kunden befreundet, auch wenn ein freundschaftliches Verhältnis herrscht.

Gib dich keinen Illusionen hin. Deine Kunden schließen dich nicht in ihr Nachtgebet ein, nur, weil du übertrieben nett und entgegenkommend warst, oder besonders sympathisch bist. Du bist ein Dienstleister oder hast ein tolles Produkt, das für Geld erworben wurde. Nicht mehr und nicht weniger. Achte auf deine Grenzen! Schau aufmerksam auf deinen Energielevel. Nur wenn du selbst gut aufgestellt bist, kannst du anderen ein gutes Service bieten.

Sei stolz auf das was du kannst und anzubieten hast. Sei dankbar, dass du die Welt zu einem besseren Ort machen kannst. Teile das mit anderen und euch ist beiden geholfen. Vergiss dein „worst case“-Szenario und konzentriere dich auf das, was gerade wirklich los ist. Deine Begeisterung für dein Thema. Die Menschen, die davon einen Nutzen haben. Und vergiss die, die du nicht ansprichst. Die brauchen eben einfach etwas anders. Am besten hilfst du ihnen dabei das schnell zu finden. Dann hast du zwar keinen neuen Kunden, aber einen neuen Fan, der dich vielleicht bei nächster Gelegenheit weiterempfiehlt.

Ängste und Zweifel ziehen dich runter.

Mach dich frei von diesen Ängsten, die nur deinen Kopf zumüllen. Mach dich frei von Selbstzweifeln, die nur dein Herz schwermachen. Noch nie hat sich Sorgen zu machen irgendwem weitergeholfen. Sich zu sorgen ändert absolut nichts. Also lass es einfach sein :)

Du bewegst nur etwas, indem du konkret etwas tust. Pro-aktiv statt re-aktiv. Ergreife die Initiative, anstatt zu warten, dass jemand anderer es tut, oder bis du schon in Zugzwang kommst. Du lernst aus Fehlern und wirst mit jedem Versuch besser. So gesehen ist jeder Misserfolg eine weitere Stufe zum Erfolg. Lass dich davon nicht frustrieren, sondern anspornen. Denn du wirst nicht immer Fehlschläge erleben, sondern viel öfter tolle positive Erlebnisse haben. Damit baust du Schritt für Schritt dein Selbstvertrauen auf. Das könntest du nicht, wenn du – sicherheitshalber – nie etwas versuchst, das ein ungewisses Ende hat oder Risiken mit sich bringt.

Jeder neue Versuch, den du startest, ist ein Weg herauszufinden, was gut geht und was nicht funktioniert. Sei es ein Verkaufsgespräch, ein neues Produkt, eine neue Strategie, ein neues Mindset – alle Gelegenheiten etwas auszuprobieren, bringen dich einen Schritt näher an dein ganz persönliches Erfolgsrezept.

Zu scheitern ist kein Makel, sondern Zeichen, dass du mutig warst und etwas gewagt hast. Dass du ein Risiko eingegangen bist, dich engagiert hast und auf der Suche nach einer optimalen Lösung warst. Also keine Angst vor dem Scheitern, sondern freue dich auf den zukünftigen Erfolg. Mal dir aus, wie du dich dabei fühlen wirst. Was du mit den Früchten deines Erfolges tun wirst. Fühle dich erfolgreich, denke dich erfolgreich und der Erfolg wird folgen.

Was ist dein Erfolgsgeheimnis? Wie gehst du mit Rückschlägen und Selbstzweifeln um? Lass es mich wissen und schreib mir einen Kommentar. Ich bin gespannt :)

 

Kommentare   

Margot
+1 # Margot 2016-10-22 10:47
Liebe Claudia,

danke für diesen tollen Artikel. Ich hege tatsächlich manchmal Zweifel daran, ob KundInnen mit meiner Arbeit zufrieden sind, da ich manchmal kein Feedback bekomme. Ich bin erst seit Mai 2016 selbstständig und da tut es schon gut, zu wissen, dass es auch anderen UnternehmerInnen manchmal so geht und wie man diese Zweifel überwindet.

Liebe Grüße,

Margot
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Salloker Claudia
0 # Salloker Claudia 2016-10-22 20:47
Es freut mich sehr, liebe Margot, dass ich mit meinem Artikel dazu beitragen kann, dass du (und andere Solo-Unternehmen) dich weniger alleine fühlst mit deinen Gedanken :-)

Viel Erfolg für dich!
Claudia
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