Tipp des Monats: Bilder für Web und Print - Teil 1

Für Gründer*innen kann es trickreich werden, wenn sie ihre neue Website oder ihren ersten Firmenfolder erstellen. Denn ohne Bilder - das optische Salz in der virtuellen Suppe des Web - wirkt der Unternehmensauftritt fad und spricht potentielle Kunden kaum an.

Ein Bild sagt mehr als 100 Worte! Nütze dies für dich. Doch Achtung! Selbstgemachte Schnappschüsse wirken schnell dilettantisch und vermitteln nicht gerade Kompetenz - außer du wärst ein begnadeter Hobbyfotograf mit Profiausrüstung. Einen professionellen Fotografen anzuheuern erscheint den meisten zu Beginn zu teuer. Obwohl es nicht schaden kann sich ein Angebot machen zu lassen. Häufig sind die Kosten geringer als befürchtet, besonders wenn man nur einige wenige persönliche Bilder benötigt.

Eher vermeiden sollte man, ein Urlaubsfoto (gelungen oder nicht) von sich selbst für Businesszwecke zu verwenden. Ein richtig gutes Businessportrait ist schon unter 100 Euro zu bekommen und wirkt kompetent, professionell und vertrauenerweckend.

In jedem Fall muss auf die Urheberrechte jedes verwendeten Bildes geachtet werden. Besonders nachdrücklich warnen möchte ich bei der Verwendung von Fotos oder Illustrationen für Produkte oder Präsentationen etc., die man selbst verkauft. Der Wiederverkauf von Bildmotiven (z.B. auf T-Shirts, Grußkarten oder in kostenpflichtigen Publikationen)  ist eine teure rechtliche Fallgrube.

Abgesehen von den rechtlichen Hürden empfehle ich auch darauf Wert zu legen, dass die Bilder einigermaßen zueinander passen und nicht total veraltet wirken (außer dies wäre explizit gewünscht). Haarschnitte, Moden und Architektur ändern sich im Laufe der Zeit - prüfen Sie, ob die verwendeten Bilder nicht nach den 80ern aussehen ;) Jeder Fotograf hat einen eigenen Stil, es gibt unterschiedliche Farbgebungen oder Bildausschnitte und auch die abgebildeten Menschen sollten für Ihre Kunden vertraut wirken. Sie möchten ja erreichen, dass sie sich damit identifizieren können/wollen. Ein regional agierendes Unternehmen ist nicht gut beraten auf der Website z.B. asiatische oder lateinamerikanische Models abzubilden. Andererseits können internationale Unternehmen ihre Kundenvielfalt damit zum Ausdruck bringen. Zeigen Sie Ihre Produkte und - falls möglich - Dienstleistungen konkret. Wer mit Kindern oder Tieren arbeitet, sollte auch welche auf den Fotos haben. Wer nicht in der freien Natur tätig ist irritiert mit Landschaftsaufnahmen - außer dies wäre irgendwie stimmig mit dem Unternehmensgegenstand oder Marketingkonzept.

Bemühe dich immer darum eine einheitliche Linie für deine Unternehmenspräsenz zu entwickeln, die deinem Image und Angebot entspricht. Die Zeit, die nötig ist, um die richtigen Bilder zu finden, ist in jedem Fall gut investiert.

Start-up-Tipp im Mai: Bilder für Web & Print | Teil 2 - Wie bzw. wo finde ich die passenden Bilder?

Kommentar schreiben

Persönliche Fragen kannst du mir auch gerne senden an
(Hinweis: Diskriminierende oder beleidigende Äußerungen werden hier gelöscht.)


Sicherheitscode
Aktualisieren